Alumni-Netzwerke: Influencer Marketing und Social Relationship Management

Alumni

Welche Chancen bieten soziale Business-Netzwerke den Hochschulen, ihre Reputation zu stärken, Alumni zu rekrutieren und ihre Studierenden frühzeitig zu binden? Nach einer Empfehlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) zur Gründung von Absolventenvereinigungen im Jahr 1997 haben deutsche Hochschulen nahezu ausnahmslos Initiativen ins Leben gerufen, um die systematische Alumni-Arbeit auszubauen. Diese Entwicklung hält seitdem an – was die Gründung von Hunderten von Ehemaligenvereinigungen in den letzten Jahren bestätigt. Die Dachorganisation alumni-clubs.net e.V. vereint im deutschsprachigen Raum über 300 Hochschulen und deren Alumni-Institutionen. Jedoch ist anzumerken, dass in Deutschland nur wenige Einrichtungen den Grad an Professionalität erreichen, der für den Aufbau engmaschiger Netzwerke notwendig ist. Ebenso fehlt es oftmals an einer Verortung und ernsthaften Einbindung des Alumni-Managements in die Organisationsstruktur.

Influencer Marketing als Instrument im Alumni-Management

Studierende, Alumni, Wissenschaftler, Forscher-Alumni nutzen soziale Netzwerke als tägliches Kommunikationsmittel. Sie treffen Freunde, Kollegen, Wissenschaftler, Kommilitonen auf XING und LinkedIn und bewerten, empfehlen und „liken“ Beiträge in Foren, abonnieren Blogs und twittern über Handys. Sie gehören zu den sogenannten „Influencern“, die mit Social Media stets online, weitläufig vernetzt sowie immer und überall erreichbar sind. In Zeiten der digitalen Transformation wird klar: Hochschulen müssen die Herausforderungen der Business-Netzwerke angehen, wenn sie den Kontakt zu ihrer Zielgruppe halten und nutzen wollen. Das gilt vor allem für das Social Recruiting, Fundraising, Crowdfunding, Forschungsmarketing und das Alumni-Management.

Social Impact: Erfolgsmessung der digitalen Aktivitäten im Alumni-Management

Die alumni-clubs.net -Studie „Alumniscore“ aus 2016 sowie Rückmeldungen der 300 Mitgliedshochschulen aus den D-A-CH Ländern zeigen einen erhöhten Informations- und Schulungsbedarf in den Bereichen Social Media, Open Access, Social Relationship Management, Employability 4.0 und Crowdfunding. Digitale Transformation und globaler Wettbewerb erfordern neue Strategien im Beziehungs- und Reputationsmanagement der Hochschullandschaft. Vor dem Hintergrund einer zunehmend globalisierten Informationsgesellschaft, steigender Mobilität und der Virtualisierung sozialer Beziehungen im Internet, hält der Verband alumni-clubs.net das aktive Interagieren, Kooperieren und Vernetzen zwischen der Hochschule und ihren internationalen Studierenden, Alumni, Forscher-Alumni, Partnern und Stakeholdern im virtuellen Umfeld der Hochschulen für einen zukünftig wichtigen Bestandteil. Was vielen Hochschulen hierzulande noch nicht bewusst ist: Für all diese Herausforderungen ist LinkedIn, als größte berufliche, digitale und internationale Plattform, ein extrem wichtiger Partner, der viele einzigartige Tools gratis und speziell für Universitäten bereitstellt.

LinkedIn im Alumni-Management und in der Hochschulkommunikation?

Mit LinkedIn hat alumni-clubs.net im September 2017 den wahrscheinlich wichtigsten Partner für erfolgreiches Alumni-Relationship-Management und digitale Hochschulkommunikation gewonnen und für seine 300 Mitgliedshochschulen ein Partnerschaftsprogramm entwickelt. LinkedIn ist das weltweit größte Netzwerk für Berufstätige im Internet mit mehr als 500 Millionen Mitgliedern weltweit und mehr als 10 Millionen Mitgliedern in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Neben der weltweiten Reichweite bietet LinkedIn auch Zugang zu einer professionellen Demografie. Jede Universität auf LinkedIn hat ein Alumni-Tool, das kostenfrei und automatisch Bestandteil der University Page ist und für Transparenz und Kommunikationsmöglichkeiten sorgt. Alle LinkedIn-Mitglieder die sich auf ihrem Profil als Studierende/r oder ehemalige/r Studierende/r einer Universität ausweisen, werden automatisch als Alumni im Tool angezeigt. Damit haben viele Universitäten bereits eine Reichweite von mehreren tausenden Alumni auf LinkedIn, ohne sich diese Communities erst aufbauen zu müssen. Eine große Herausforderung – aktuelle Alumni-Daten zu generieren – wird damit ebenfalls ohne Aufwand für die Universität behoben: Aktualisierte Profilinformationen (Beruf, Wohnort, Titel) fließen automatisch in das Alumni-Tool ein – und mit aktuellen Kontaktdaten sind Alumni über LinkedIn auch nach längerer Zeit erreichbar.

University Pages auf LinkedIn

Eine University Page auf LinkedIn ist kostenlos und bietet Hochschulen die Möglichkeit, sowohl ihre derzeitigen als auch ihre künftigen Studierenden und Alumni in 20 Sprachen national und weltweit zu erreichen. Zielgruppen können mit Updates und News via gezieltem Targeting angesprochen werden; hinterlegte Analyse-Tools stellen ein Reporting zu Content Distribution, Interaktion und Demografie zur Verfügung. Für den Markenaufbau auf der Plattform ist eine University Page das kritische Anfangselement.

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Philip Dunkhase ist Vorstandsmitglied des Dachverbands alumniclubs.net, Referent im Kooperations-Service der Leuphana Universität und Vorstandsmitglied im Alumni- und Förderverein der Leuphana.
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